Spanien Archive | Reiselust-Mag Reisetipps für Bestager Sun, 06 Oct 2024 20:24:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.5.5 https://www.reiselust-mag.de/wp-content/uploads/cropped-Logo-Reiselust-32x32.png Spanien Archive | Reiselust-Mag 32 32 Jahresrückblick 2023: von Schweden bis zu den Kanaren und eine Reise zu mir selbst https://www.reiselust-mag.de/jahresrueckblick-2023/ Tue, 26 Dec 2023 19:36:50 +0000 https://www.reiselust-mag.de/?p=5832 Mein persönlicher Jahresrückblick 2023 – mit neu entdeckten Plätzen zum Überwintern, frischen Sommerzielen sowie liebenswerten Orten mit Charme und Geschichte.

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Schon wieder ist die Zeit gekommen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Für mich bedeutet das in erster Linie, an schöne Erlebnisse zurückzudenken und an Orte, die einen bleibend guten Eindruck bei mir hinterließen. Habe ich 2023 Städte oder Landschaften entdeckt, die in Zukunft eine Rolle in meinem Leben spielen könnten? Definitiv! Aber: Ich habe im vergangenen Jahr auch eine Reise zu mir selbst gemacht. Mein Jahresrückblick 2023 ist also ein Reiserückblick in jeder Hinsicht.

Hier lest ihr, welche Orte zum Überwintern ich im Jahr 2023 erkundet habe. Lernt Orte mit Geschichte kennen, charmante Städte und erfahrt, wo ich am liebsten – so auch in 2023 – meinen Sommerurlaub verbringe. Und am Ende meines persönlichen Jahresrückblicks 2023 teile ich zudem meine Ziele und Vorhaben für 2024 mit euch.

Das hatte ich mir für 2023 vorgenommen

Eigentlich bin ich mit nur einem Vorsatz ins Jahr 2023 gestartet. Ich wollte wieder in Form kommen. Die erste Maßnahme – Training im Fitnessraum eines Sportvereins – blieb leider erfolglos. So kam ich auf die Idee, mich erstmals in meinem Leben coachen zu lassen.

Ein kleines Ziel am Jahresanfang war, meine Haare abschneiden zu lassen. Außerdem begleitete mich auch 2023 die bisher unausgesprochene Suche nach Orten, an denen ich gerne leben und insbesondere überwintern möchte. Es ist nämlich so, dass ich den deutschen Winter nicht besonders schätze – zumindest meistens. Da hat auch der Einbau einer Infrarotkabine im Keller meines Hauses nur wenig Abhilfe geschafft.

Das ist aus meinen Zielen geworden

  • In Form kommen: Schon lange vor dem Ende des sechsmonatigen Coachings war mir klar, dass ich selten eine wirksamere Entscheidung getroffen habe. Ja, ich habe Zeit investiert für Fitnesseinheiten, tägliche Bewegung und Bücherlesen. In relativ kurzer Zeit hatte ich fast alle ursprünglichen Ziele erreicht und noch Einiges mehr. Heute weiß ich: Mit entsprechender Strategie und Engagement kann ich alle Ziele erreichen, die ich erreichen will. Und so starte ich auch mit klaren Zielen ins kommende Jahr. Dazu später mehr.
  • Haare abschneiden lassen: Haken dran. Im Frühjahr 2023 war die rote Mähne Geschichte und ich fühlte plötzlich Energie für weitere Veränderungen in mir.
  • Orte zum Überwintern finden: Diesem Dauerziel waren in 2023 zwei Reisen gewidmet. Tatsächlich habe ich vier Orte entdeckt, die sich anbieten, um im Winter der feuchten Kälte zu entfliehen.
Beate Ziehres, Malmö, Lilla Torg. Foto: Bernd Ewert

Den Abend genießen am Lilla torg in Malmö. Foto: Bernd Ewert

Mein Reiserückblick 2023

Langfristige Reiseplanungen sind nicht mein Ding. Ich liebe es, spontan aufbrechen zu können – wenn das Wetter schön ist, ich eine Idee habe oder ein spannendes Angebot bekomme. So entschieden wir uns im Januar sprichwörtlich in der letzten Minute für eine Kanaren-Kreuzfahrt.

Beim Rückblick auf das Reisejahr 2023 habe ich vier Vorlieben ausgemacht, an denen sich meine Reiseplanungen häufig orientieren. Im Winter suche ich meist die Wärme und im Sommer Ziele, die Erfrischung versprechen. Städte mit einem gewissen Charme begeistern mit grundsätzlich, ebenso Orte mit Geschichte.

Orte zum Überwintern

Die Kanaren-Kreuzfahrt mit der AIDA Nova hat meinem Lebensgefährten so gut gefallen, dass wir im November gleich wieder an Bord gegangen sind. In Hamburg sind wir mit der AIDA Prima in Richtung Mallorca gestartet. Auf beiden Kreuzfahrten haben wir Orte entdeckt, die mir zum Überwintern geeignet erscheinen.

Madeira

Die portugiesische Insel im Atlantik liegt näher bei Marokko als beim europäischen Festland und wird auch die Insel des ewigen Frühlings genannt. Im Winter beträgt die Durchschnittstemperatur 16 Grad, im Sommer etwa 23 Grad. Wir haben in Funchal die Markthallen besucht und sind dann mit dem Taxi nach Monte gefahren. Auf kurzer Strecke führt hier eine Serpentinenstraße von Meereshöhe auf 600 bis 800 Meter. Oben besuchten wir den tropischen Garten Monte Palace – ein absolutes Muss für Gartenfreunde. Für den Rückweg haben wir die Seilbahn genommen und noch einmal ganz andere Ansichten und die Aussicht genossen. Unser Fazit nach einem Tag auf der Insel: Hier lohnt sich auf jeden Fall ein längerer Aufenthalt.

Tropischer Garten Monte Palace bei Funchal, Madeira. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag Tropischer Garten Monte Palace, Funchal, Madeira. Foto: Bernd Ewert

Teneriffa

Für die spanische Kanaren-Insel Teneriffa hatten wir ebenfalls nur einen Tag Zeit. Hier entschieden wir uns nach einem kurzen Bummel durch Santa Cruz de Tenerife, einen Ausflug in die alte Inselhauptstadt San Cristóbal de La Laguna zu machen. Dafür nahmen wir die Straßenbahn, die zwischen den beiden nahezu aneinandergewachsenen Städten verkehrt.

La Laguna liegt auf 550 Metern Höhe. Daher ist es hier etwa 4 Grad kälter als in Santa Cruz – ein Umstand, der uns im Januar zusammen mit einem frischen Wind etwas unangenehm aufgefallen ist. Trotzdem habe ich La Laguna als charmante Stadt mit einer hübschen Altstadt, netten Boutiquen und ausgefallenen Cafés in Erinnerung behalten.

Skulptur in Erinnerung an Papst Johannes Paul II, Iglesia La Concepción, La Laguna, Teneriffa. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Garten der Kirche La Concepción in La Laguna (Teneriffa) mit einer Skulptur Johannes Paul II.

Lanzarote

Die Vulkaninsel Lanzarote liegt nur 125 Kilometer vor der Küste Marokkos. Das Wetter war am Tag unseres Besuchs wechselhaft: mal sonnig warm, mal bewölkt und frisch, mal nass. Aber: In Arrecife hat mein Lebensgefährte im Januar im Meer gebadet – das einzige Mal während dieser Reise.

Mir hat in Arrecife der idyllische Fischerhafen am besten gefallen. Aber auch in der Stadt gab es interessante versteckte Winkel. Nach Lanzarote will ich unbedingt noch einmal zurückkehren, mit viel Zeit für die bizarre Vulkanlandschaft, aber auch zum Baden.

Beate Ziehres, Arrecife, Lanzarote. Foto: Bernd Ewert

Am Fischerhafen von Arrecife auf Lanzarote. Foto: Bernd Ewert

Cádiz, Spanien

Im November brachte uns die AIDA Prima in die spanische Stadt Cádiz. Cádiz liegt in Andalusien und an der Costa de la Luz. Hier haben wir bei Flamenco-Klängen vor der Kulisse des ehemaligen Badehauses Balneario de la Palma am Sandstrand gechillt. An dieser Stelle wurden die Eingangsszenen des James-Bond-Streifens „Stirb an einem anderen Tag“ mit Halle Berry und Pierce Brosnan gedreht. Doch das war nur ein kleiner Teil eines herrlichen Tages in einer wunderschönen Stadt.

Ihr merkt schon: Cádiz hat mir sehr gut gefallen. T-Shirt- und Rock-Temperaturen im November und eine angenehme Atmosphäre haben dazu beigetragen, dass es die Stadt auf meine Liste der Favoriten für einen Aufenthalt im Winter geschafft hat. Vom Sonnenuntergang ganz zu schweigen.

Cadiz, Andalusien, Spanien. Kathedrale. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Die Kathedrale von Cádiz in Andalusien (Spanien) im Schein der untergehenden Novembersonne.

Städte mit Charme

Immer wieder entdecke ich auf meinen Reisen weltweit Städte, die mich aus den unterschiedlichsten Gründen einfach ansprechen. Das war auch dieses Jahr so. Hier denke ich insbesondere an

  • A Coruña – eine Hafenstadt im äußersten Nordwesten Spaniens, gerne aufgrund der verglasten Balkone auch „Stadt aus Glas“ genannt. Hier erlebten wir in der Dunkelheit vor dem historischen Leuchtturm „Herkules“ magische Minuten, an die ich mich lange erinnern werde.
  • Gijón – nordspanische Hafenstadt in der Provinz Asturien und am Golf von Biskaya. Die Stadt hat mich mit ihrer hübschen Altstadt, fotogenen Ansichten und dem schönen Strand San Lorenzo in ihren Bann gezogen.
  • Łódź – viertgrößte Stadt Polens, bis 1989 Industriestadt. Heute zieht in die riesigen Backsteinkomplexe der Baumwollspinnereien und Textilfabriken neues Leben ein. Mich faszinieren in Lodz die Aufbruchsstimmung und das harmonische Miteinander von Alt und Modern.
  • Malmö – drittgrößte Stadt Schwedens, im Süden des Landes am Öresund gelegen. Malmö wird geprägt durch sehr moderne Stadtteile, die beispielsweise auf dem Gelände einer ehemaligen Werft entstanden sind. Gleichzeitig lockt der Lilla Torg mit seinen alten Fachwerkhäusern insbesondere am Abend viele Menschen an. Mir gefallen in Malmö die multikulturelle Gesellschaft und die überall sichtbaren internationalen Einflüsse.
  • Warschau – Hauptstadt von Polen. Geschichtsträchtig und modern zugleich. Atemberaubend, mondän, überwältigend. Diese Stadt muss ich mir in aller Ruhe anschauen und dafür mindestens eine Woche einplanen.
Leuchtturm Herkules von A Coruna an der nordwestlichsten Spitze der iberischen Halbinsel. Foto: Beate Ziehres Gijon, Asturien, Spanien. Foto, Beate Ziehres, Reiselust-Mag. Lodz Manufaktura. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag Turning Torso in Malmö, Stadtteil Västra Hamnen. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag
Warschau, Polen, Altstadtmarkt. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Altstadtmarkt in Warschau, Polen.

Erfrischende Sommerziele

Natur soweit das Auge reicht und herrlich klare Luft – solche Ziele fasse ich gerne im Sommer ins Auge. In diesem Jahr haben wir den Juli in Südschweden verbracht und davon die meiste Zeit auf Öland. Bei der Auswahl des Urlaubsortes habe ich mir einige Mühe gegeben. Es sollte einen schönen Meeresstrand geben, viele Sonnenstunden und auch ein paar Sehenswürdigkeiten. Und es sollte nicht so weit im Norden sein. So landeten wir auf der Insel Öland, genauer gesagt in Böda.

Öland (Südschweden)

In Böda auf Öland liegt einer der schönsten Strände Schwedens, ein wahrer Traumstrand. Weißer, puderzuckerfeiner Sand soweit das Auge reicht und glasklares, seichtes Wasser. Dazu hatten wir eigentlich jeden Tag Sonne, während der Himmel in Deutschland wochenlang nur Wasser ausschüttete.

Öland bietet einzigartige Landschaften, die wir zum Teil mir dem Fahrrad erkunden konnten, und einige „echte“ Sehenswürdigkeiten.

Leuchtturm Lange Erik bei Byxelkrok, Öland. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Am nördlichsten Zipfel von Öland sorgt der Leuchtturm „Langer Erik“ für sichere Seewege.

Seen in Brandenburg

Als Paddler haben wir diesen Sommer wieder einige Wochenenden an brandenburgischen Seen verbracht. Ja, auch hier gibt es abgeschiedene Fleckchen, die eine Reise wert sind. 2023 haben wir den Springsee in Storkow (Landkreis Oder-Spree) und den Bützsee im Fehrbelliner Stadtteil Wustrau-Altfriesack (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) entdeckt.

Springsee in Brandenburg. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag Vom Bützsee mit dem Kanu auf dem Weg zur Fischerei Pfefferkorn. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Orte mit Geschichte

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich es liebe, in die Vergangenheit zu reisen? Mein Lebens- und Reisegefährte kennt dieses Steckenpferd zur Genüge. Wo immer ich hinkomme – mein erster Weg führt in die Altstadt. Kälte, Regen und sonstige Unannehmlichkeiten sind sofort vergessen,  wenn es irgendwo Fachwerkhäuser und pittoreske Kopfsteinpflaster-Gassen gibt.

Da gab es in 2023 einige Highlights:

Honfleur in der Normandie

Unsere November-Kreuzfahrt führte unter anderem in die Normandie. Ich hatte bisher weniger gute, verschwommene Erinnerungen an die Bretagne, die in meiner Jugendzeit wurzeln, zum Anlass genommen, den Norden Frankreichs in meinen Reiseplanungen auszuklammern. Ein Fehler, wie ich heute weiß. Nur durch Zufall haben wir Honfleur entdeckt.

Dem Fischerstädtchen mit den bunten Fachwerkhäusern, der Seemannskirche aus Holz und dem pittoresken Hafen werde ich einen eigenen Blogpost widmen und sicherlich einen weiteren Besuch abstatten. Deshalb hier nur kurze Impressionen.

Honfleur Hafen, Frankreich. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag Honfleur, Normandie, Frankreich. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Naumburg

Ein Auftrag führte mich im August nach Naumburg. Ich nahm den Besuch zum Anlass, die mittelalterliche Domstadt an der Saale besser kennenzulernen und auch Stadtteile zu erkunden, die ich bisher nicht kannte. Außerdem holte ich im UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom die Turmbesteigung nach, die ich bei meinem ersten Besuch wegen Gewitters abbrechen musste.

Marktplatz Naumburg, Sachsen-Anhalt. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Marktplatz in Naumburg, Sachsen-Anhalt.

Quedlinburg

Die Welterbestadt Quedlinburg liegt nördlich des Harzes in Sachsen-Anhalt und damit gewissermaßen vor meiner Haustür. Trotzdem geht mir immer wieder das Herz auf, wenn ich durch die kopfsteingepflasterten Gassen bummele. In Quedlinburg – seit 1994 UNESCO Weltkulturerbe – sind mehr als 2000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten erhalten.

Welterbestadt Quedlinburg, Sachsen-Anhalt. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Brunnen „Münzenberg Musikanten“ auf dem Marktplatz der Welterbestadt Quedlinburg.

Thront auf dem Berg noch eine Burg, eine Festung oder ein mittelalterliches Kloster, dann ist mein Reiseglück perfekt. Dies war 2023 einige Male der Fall.

Alcazaba in Málaga

Die Alcazaba ist eine maurische Festung oberhalb von Málaga in Südspanien. Ich muss zugeben, dass ich der Palastanlage in Anbetracht der Kürze unseres Besuchs einige Zeit gewidmet habe. Es gibt doch nichts Schöneres, als zwischen den alten Mauern umherzustreifen und versteckte Innenhöfe und Gärten zu entdecken!

Die Alcazaba geht auf einen Maurensultan zurück, der die Burg im 11. Jahrhundert errichtete. Und so muten nicht nur der Name, sondern auch die Bauweise und viele architektonische Details orientalisch an.

Alcazaba – Burg von Malaga. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Burganlage Alcazaba in Málaga.

Burg Falkenstein im Harz

Die mittelalterliche Burg Falkenstein ist eine Burg wie aus dem Bilderbuch. Ich habe sie während einer Pressereise ins südliche Sachsen-Anhalt kennengelernt. Bei einem deftigen Mittagessen erzählte uns der Wirt der Burgschänke, dass die im 12. Jahrhundert erbaute Burg niemals erobert wurde. Ein sagenumwobener Familienschatz der Asseburger, die von 1437 bis nach dem Zweiten Weltkrieg Besitzer der Burg waren, wurde erst 1990 auf der Burg Falkenstein wiedergefunden.

Die Burganlage mit Kernburg, Tor- und Zwingeranlagen, Bergfried und Vorburgen ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele im Harz und Bestandteil der Straße der Romanik.

Burg Falkenstein im Harz. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Bilderbuch-Burg Falkenstein im Selketal.

Marienkirche in Marienhafe

Eine Kirche, die berüchtigten Seeräubern als Fluchtburg gedient haben soll, entdeckten wir in Ostfriesland. Genauer gesagt im beschaulichen Marienhafe. Ich kannte Marienhafe bisher nur dem Namen nach und hätte den Ort keinesfalls in Niedersachsen vermutet. Des Öfteren kommt der Pirat Klaus Störtebeker auf der Freilichtbühne von Ralswiek auf Rügen auf Marienhafe zu sprechen. Kein Wunder, schließlich war Frauke, Störtebekers Geliebte und Tochter von Häuptling ten Brok, in Marienhafe zuhause.

Tatsächlich erkannte ich in der trutzigen Marienkirche mit dem mächtigen Turm das Vorbild für eine Kulisse der Störtebeker-Festspiele wieder. Und ich ließ es mir nicht nehmen, die ausgetretenen Stufen im Turm nach oben zu nehmen. Gewissermaßen auf den Spuren des legendären Seeräubers kletterte ich bis auf die luftige Aussichtsplattform, um den Blick zu der Stelle schweifen zu lassen, wo die Piratenschiffe dereinst im Hafen gelegen haben müssen.

Marienkirche Marienhafe. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag Turmtreppe der Marienkirche in Marienhafe. Foto: Beate Ziehres, Reiselust-Mag

Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

2023 in Zahlen

  • 7 bereiste Länder
  • 35+ bereiste Orte
  • 8 Blogposts
  • 3,65 Mio. Page Impressions
  • 50.000 Klicks aus Google

Meine Ziele für 2024

  • Drei neue Länder und einen neuen Kontinent bereisen: Obwohl Asien nicht ganz neu für mich ist, stehen hier einige Ziele ganz oben auf meiner Liste. Sei es nun der Oman oder Vietnam – meiner Ansicht nach ist Asien so vielfältig wie kaum ein anderer Kontinent. Außerdem will ich in diesem Jahr ein neues afrikanisches Land bereisen.
  • Mindestens zwei neue Blogposts im Monat auf Reiselust-Mag veröffentlichen: Ich will endlich die lange Liste der Themen abarbeiten, die ich schon ewig mit den Worten kommentiere „Darüber wollte ich schon lange geschrieben haben.
  • Die Reichweite von Reiselust-Mag vergrößern: Dies möchte ich beispielsweise durch die Nutzung von Pinterest erreichen.
  • Stärker auf Leserschaft und Zielgruppe fokussieren, indem ich zielgruppenrelevante Themen aufgreife.
  • Blog Business erweitern: Ich möchte erreichen, dass mein Blog mehr Gewicht in meinem Einnahmenmix erhält.
  • Fokus auf Kategorien „Essen und Trinken“ sowie „Wellness“: Diese Themen habe ich eine Weile vernachlässigt, deshalb ist es an der Zeit, hier neue Impulse zu setzen.
  • Themenspektrum erweitern: Ich habe schon Ideen für ein oder zwei neue Kategorien, die ich jedoch hier noch nicht verraten werde.

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Mallorca im Winter: 9 Tipps für einen entspannten Urlaub https://www.reiselust-mag.de/mallorca-winter-tipps/ https://www.reiselust-mag.de/mallorca-winter-tipps/#comments Thu, 23 Jan 2020 13:31:52 +0000 https://www.reiselust-mag.de/?p=4287 Mallorca im Winter: Das ist entspannter Urlaub ohne Touristenrummel, dafür mit Gelegenheiten zum Motorradfahren, Radfahren und wandern bei schönem Wetter.

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Mallorca – das klingt nach Ballermann, Sangria aus Eimern, Sonnenbrand und deutsche Schlager. All das wollten wir nicht erleben. Deshalb haben wir im Winter Urlaub auf der Deutschen Lieblingsferieninsel gemacht. Und Ruhe, einsame Traumstrände, verlassene Serpentinenstraßen, milde Sonne und angenehme Temperaturen entdeckt. Lesen Sie hier mehr über unsere Erfahrungen, das Wetter auf Mallorca im Winter und welche Orte in der kalten Jahreszeit durchaus einen Besuch wert sind. Unsere 9 Tipps.

#1: Schals mitnehmen – Temperaturen auf Mallorca im Winter

Ich muss zugeben, dass ich mir zum Jahreswechsel auf Mallorca einen dicken Schnupfen geholt habe. Vom herrlichen Sonnenschein schon am frühen Morgen und den Temperaturen auf der geschützten Terrasse unseres Ferienhauses verleitet, bin ich mehrmals in dünnem Pulli und Daunenweste zum Bäcker gegangen. Das war etwas zu frisch.

Nichts desto trotz: Der Winter ist auf Mallorca viel milder als in Deutschland und die Sonne scheint häufiger und wärmer. Über den Jahreswechsel hatten wir in zwei Wochen an einem Tag Regen und an einem Tag bedeckten Himmel. Sonst eitel Sonnenschein oder allenfalls hin und wieder ein paar Wölkchen für interessantere Fotos!

An geschützten Stellen kann man im T-Shirt sitzen in der Sonne sitzen. Hartgesottene baden wenige Tage nach Neujahr im Meer und wir strecken zumindest die Zehen ins Wasser, während die Sonne unser Gesicht wärmt.

Mallorca, Cala Mondrago. Foto: Beate Ziehres

Anfang Januar mit den Füßen im Wasser an der Cala Mondrago auf Mallorca.

Tipp: In den Abendstunden und am Morgen ist es frisch, in der Serra Tramuntana kann es auch schneien. Dazu weht oft ein kalter Wind. Deshalb unbedingt warme Winterjacken, Pullover, Mützen, Schals und Handschuhe mitnehmen!

#2: Motorradfahren im Winter auf Mallorca

In der ersten Januarwoche haben wir uns Motorräder ausgeliehen, um die Berge, Täler, Küsten und Buchten Mallorcas zu erkunden. Bei etwa 17 Grad Tagestemperatur ein herrliches Unterfangen! Die schmalen Straßen sind leer, einen Parkplatz findet man meist ebenso einfach wie Sitzplätze in den Cafés – wenn sie überhaupt geöffnet haben.

Motorradfahren im Winter auf Mallorca: Pause in der Serra Tramuntana. Foto: Bernd Ewert

Motorradspaß im Winter auf Mallorca: Pause in der Serra Tramuntana. Foto: Bernd Ewert

Im Winter ist die Serra Tramuntana ein besonders lohnenswertes Ziel für Motorradfahrer. Denn die steilen, schmalen Straßen mit den engen Kehren sind dann nicht so überfüllt wie im Sommer.

Unsere Tipps für Motorradtouren:

  • Auf der Ma-10 von Andratx nach Valldemossa und dann weiter über Deià und Sóller bis zum Abzweig nach Sa Calobra. Der Abstecher nach Sa Calobra ist ein Muss für Mallorca-Touristen und erst recht für Motorradfahrer. Wieder auf der Ma-10 geht es im Bogen um Lluc herum und auf dieser Traumstraße bis Pollenca.
Mallorca im Winter: Sa Calobra. Foto: Beate Ziehres

Wenig Verkehr im Winter auf der Serpentinenstraße nach Sa Calobra in der Serra Tramuntana.

  • Von Port de Pollenca zum Leuchtturm von Cap Formentor. Diese kurvenreiche Straße zur nordöstlichen Spitze Mallorcas ist seit einigen Jahren im Sommer vom 15. Juni bis 15. September tagsüber für den Individualverkehr gesperrt. Im Winter geht es hier vergleichsweise ruhig zu.
Mallorca im Winter: Serpentinenstraße zum Leuchtturm Cap Formentor. Foto: Beate Ziehres

Die Serpentinenstraße zum Leuchtturm Cap Formentor ist im Winter frei befahrbar.

  • Auch im Südosten Mallorcas ist es im Winter ruhiger. Manche Urlaubsorte wie Cala Figuera scheinen komplett verlassen zu sein. In den Häfen kommt das Leben allerdings auch im Winter nicht zum Stillstand. Gemächlich geht es beispielsweise von Cala Figuera immer an der Küste entlang, vorbei an Portopetro, Portocolom und Porto Cristo über Capdepera zur wilden Cala Mesquida.

Die Motorräder – eine BMW F 700 GS und eine Ducati Scrambler – haben wir in Felanitx bei Mallorquin Bikes geliehen. Die deutschen Mitarbeiter beantworten schon im Vorfeld alle Fragen am Telefon, empfangen uns freundlich und kompetent, statten uns mit Motorradkleidung, Helmen und Stiefeln sowie tollen Motorrädern aus und geben noch ein paar gute Ratschläge mit auf den Weg.

Motorradfahren auf Mallorca im Winter, mit Bernd Ewert. Foto: Beate Ziehres

Mit den Motorrädern unterwegs in der Serra Tramuntana.

#3: Radfahren und wandern

In den kälteren Jahreszeiten ist Mallorca ein beliebtes Ziel für Radfahrer und Wanderer. Für Wanderungen bietet sich insbesondere die Serra Tramuntana an. Während der Torrent de Pareis beispielsweise im Sommer regelrecht überlaufen ist, kann man hier im Winter stundenlang ungestört verweilen und die einzigartige Atmosphäre in sich aufnehmen.

Mallorca im Winter: Torrent de Pareis. Foto: Beate Ziehres

Beinahe menschenleer: Torrent de Pareis, Mallorca, im Winter.

Mallorca im Winter: Torrent de Pareis. Foto: Beate Ziehres

Bild mit Seltenheitswert: Alleine mit der Familie am Meer am Touristen-Hotspot Torrent de Pareis.

Mallorca im Winter: Wandern im Parc Natural Mondrago: Foto: Beate Ziehres

Wandern im Parc Natural Mondragó.

Für einen Spaziergang bietet sich auch der Parc Natural Mondragó mit der zauberhaften Cala Mondragó an.

Radfahrer lieben die Strecke zum Cap Formentor ebenso wie die Gegend um Alcudia. Der Süden zwischen Colònia de Sant Jordi und Cala Pi ist im Gegensatz zum Norden der Insel flach und von kleinen Straßen durchzogen. Hier radeln auch Untrainierte ganz entspannt. Noch dazu gibt es in der Gegend viel zu sehen.

Zufällig habe ich bei Cala Pi beispielsweise die Ausgrabungsstätte Capocorb Vell Talaiots entdeckt. Geschichtsbegeisterte werden fasziniert sein von diesem Ort. Die Siedlung stammt aus dem 12. Jahrhundert vor Christus und gewährt einen schönen Einblick ins Leben der Menschen zu dieser Zeit. Mir fällt noch immer schwer zu glauben, dass die Gebäude, auf deren Mauern ich stehe, vor rund 3200 Jahren errichtet wurden.

Mallorca: Ausgrabung Capocorb Vell Talaiots. Foto: Beate Ziehres

Ausgrabung Capocorb Vell Talaiots im Südwesten Mallorcas.

Mallorca im Winter: Beim Wandern entdeckt: Ausgrabungen Capocorb Vell Talaiots. Foto: Beate Ziehres

Beim Wandern entdeckt: Die Ausgrabungen Capocorb Vell Talaiots im Süden Mallorcas.

#4: Den Jahreswechsel auf Mallorca feiern

Ausgangspunkt unserer Urlaubsplanung war, einen Ort zu finden, an dem wir gemeinsam mit den erwachsenen Kindern Silvester feiern und entspannte Tage verbringen konnten. Am Nachmittag des 31. Dezember stellen wir schnell fest: Die Geschäfte haben hier länger offen als in Deutschland. Aber der Andrang im Supermarkt ist mit dem zuhause durchaus zu vergleichen.

In den Supermärkten stapeln sich Berge von edlen Krustentieren, die auch reißenden Absatz finden. Ebenfalls gerne genommen: Rinderfilets und guter Schinken. Die typischen Weihnachtssüßigkeiten füllen die Regale, man isst sie zu Cava, einem besonderen Sekt aus Katalonien.

Und dann natürlich Trauben! Weiße Trauben! Um Mitternacht gilt es, mit jedem Glockenschlag eine weiße Traube zu essen. Zum Kauen bleibt da keine Zeit, deshalb könnte man eher von verschlingen sprechen. Mit dem obligatorischen Traubentütchen und einer Cava-Flasche bewaffnet begeben sich die Menschen gegen Mitternacht zu zentralen Plätzen, um dort gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen.

The Place to be in Palma ist der „Cort“, der Platz vor dem Rathaus. In Alcudia, unserem Ferienort, feiert man auf dem Marktplatz. Dort gibt es auch ein kleines Feuerwerk. In manchen Orten treffen sich die Menschen am Strand, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen. Und: Nach Mitternacht geht die Party in Spanien erst richtig los!

#5: Palma de Mallorca im Winter – total entspannt

Der sommerliche Trubel in den aufgeheizten Gassen Palmas ist schon nicht mehr schön. Ganz anders im Winter: Entspannt bummelt man hier unter den kahlen Platanen über La Rambla und den Passeig des Born. In dieser Jahreszeit lassen die Bäume wärmende Sonnenstrahlen auf die berühmte Flaniermeile fallen.

Palma de Mallorca: Passeig des Born im Winter. Foto: Beate Ziehres

Flaniermeile Passeig des Born in Palma de Mallorca.

Palma de Mallorca, Placa del Mercat im Winter. Foto: Beate Ziehres

Palma de Mallorca, Plaça del Mercat im Winter.

Wir staunen über Häuser in der Plaça del Mercat, die eindeutig dem Architekten Gaudi zuzuordnen sind. Nach dem Shopping geht es zur Stärkung in die beliebteste Churreria Palmas: die Xurreria Rosaleda. Schon lange, bevor sich hier nachmittags der Rollladen öffnet, bilden sich Menschentrauben auf der Gasse vor der Xurreria. Kult!

Palma de Mallorca, vor der Xurreria Rosaleda. Foto: Beate Ziehres

Betrieb vor der Xurreria Rosaleda, Palma de Mallorca.

Gleich am Vormittag besichtigen wir die Kathedrale La Seu. Immer wieder bin ich fasziniert von diesem Gotteshaus. Besonders die über dem Altar schwebende Schiffsflotte hat es mir angetan. Auch hier im Inneren der Kirche hat Gaudi deutlich erkennbar Spuren hinterlassen.

Kathedrale La Seu Palma de Mallorca, innen. Foto: Beate Ziehres

Weihnachtlich geschmückte Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca, Innenraum.

Der Königspalast Palau de l’Almudaina und der dazugehörige Garten S’Hort del Rei in direkter Nachbarschaft der Kathedrale lohnen ebenfalls mehr als einen Blick. Und ein bisschen Schiffe gucken gehört in Palma definitiv zum Programm.

Palma von oben bewundern wir am einzigen Tag mit Regen: vom Castell Bellver aus. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend.

Palma de Mallorca im Winter, vom Castell Bellver aus gesehen. Foto: Beate Ziehres

Palma de Mallorca vom Castell Bellver aus gesehen.

Hafen von Palma de Mallorca im Winter: Megayacht Lady Moura. Foto: Beate Ziehres

Abendliche Entdeckung im Hafen von Palma de Mallorca: die Megayacht Lady Moura, eine der größten Yachten der Welt.

#6: Mallorca im Winter: Sehenswerte Orte ohne Touristenrummel

Viele Sehenswürdigkeiten auf Mallorca sind auch im Winter geöffnet. Sie zu besuchen ist in der kalten Jahreszeit sehr viel angenehmer als im Sommer. Denn lange Warteschlangen an den Kassen sind im Winter passé. Das gilt beispielsweise auch für die beliebten Höhlen.

Tropfsteinhöhle Coves d’Artà in Canyamel

Eine Tropfsteinhöhle hat ja bekanntlich den Vorteil, dass die Temperatur ganzjährig gleich ist. Das wissen nicht nur wir zu schätzen, das wussten schon Piraten und Soldaten, die in der Höhle Zuflucht fanden.

Mallorca, Tropfsteinhöhle Coves d'Arta. Foto: Beate Ziehres

Tropfsteinhöhle Coves d’Artà in Canyamel, Mallorca.

Weitere Tropfsteinhöhlen auf Mallorca:

  • Drachenhöhlen Coves del’ Drac, Porto Cristo
  • Coves dels Hams, Porto Cristo
  • Cuevas de Génova, Palma de Mallorca

Einen ausführlichen Höhlentest auf Mallorca haben Biggi und Flo von Phototravellers gemacht. Hier ist der ehrliche Erfahrungsbericht der beiden Blogger.

Botanicactus in Ses Salines

In diesem privaten botanischen Garten in Ses Salines im Süden Mallorcas gedeihen Kakteen aller Art – der Name verrät es schon. Hier über Hügel, durch Täler und zwischen wirklich gigantisch hohen Kakteen zu spazieren ist ein ganz besonderes Vergnügen.

Mallorca im Winter: Kakteen im botanischen Garten Botanicactus in Ses Salines. Foto: Beate Ziehres

Stachelig, aber schön: Botanicactus lohnt sich auch im Winter.

Mallorca im Winter: Gigantische Kakteen im botanischen Garten Botanicactus in Ses Salines. Foto: Beate Ziehres

Gigantische Kakteen im botanischen Garten Botanicactus in Ses Salines.

Port d’Andratx

Port d’Andratx gilt als schönster Hafenort Mallorcas. Appartements und Häuser in der fjordähnlichen Bucht sind besonders bei den Reichen und Schönen aus Deutschland begehrt und entsprechend teuer.

Am Hafen schaukeln dessen ungeachtet die Fischerboote und die Netze am Pier geben ein schönes Bild ab. Beim Bummel über die Flaniermeile Avenida Matteo Bosch fällt uns das Restaurant Can Pep auf – weil unser kleines Hotel in Sa Rapita den gleichen Namen trägt. Im Can Pep am Hafen von Port d’Andratx trifft man sich – so erfahre ich später – bei frischen Meeresfrüchten und kühlem Weißwein.

Winter in Port d'Andratx, Mallorca. Fischernetze. Foto: Beate Ziehres

Fischernetze in Port d’Andratx.

Mallorca im Winter: Fischer in Port d'Andratx. Foto: Beate Ziehres

Mallorca im Winter: Fischer in Port d’Andratx.

Da wir an einem Nachmittag hier sind, gönnen wir uns stattdessen in der Pasteleria Café La Consigna die berühmten mallorquinischen Ensaimadas zum Kaffee. Keine Frage, dass wir einen schönen Platz draußen an der Promenade bekommen.

Geheimtipp Port Adriano – wo die Yachten Winterschlaf machen

Ein echter Geheimtipp für Schiffe-Gucker ist Port Adriano auf Mallorca. In diesem neuen, luxuriösen Hafen westlich von Magaluf und Son Ferrer bei Santa Ponça liegen im Winter die Schmuckstücke der Millionäre und Charterunternehmen. Die Superyachten „Aurelia“ und „Aziza“ und die schnittige „Seafire“ zählen dazu. Gucken und träumen erlaubt …

Mallorca im Winter: Nachmittag in Port Adriano. Foto: Beate Ziehres

Alles ruhig: Winternachmittag in Port Adriano.

#7: Ferienhaus oder Hotel? Unser definitiver Tipp

Bei der Wahl einer Unterkunft auf Mallorca im Winter heißt es: Augen auf! Wir hatten für die erste Woche ein Ferienhaus in Alcudia gemietet und für die zweite Woche ein Hotel in Sa Rapita. Das Ferienhaus verfügte über mehrere Heizungen und einen Fake-Kamin. Doch gemütlich warm geworden ist es nie. Speziell in der Küche war es abends bei unserer Rückkehr und morgens klirrend kalt.

Unser Zimmer im Hostal Can Pep in Sa Rapita entbehrte zwar einer umkehrbaren Klimaanlage, aber der Elektroheizer leistete hervorragende Dienste. Allerdings war es hier im Bad etwas frisch. Dafür lieferte die Dusche heißes Wasser im Überfluss – ein Luxus, den wir nach einer Woche mit Wellnessdusche und unterdimensioniertem Wasserboiler sehr zu schätzen wussten.

Das nächste Mal werden wir definitiv gleich ein Hotel buchen. Gerade abseits der großen Touristenorte sind einige Hotels im Winter geöffnet und die Preise sind günstig.

Mit Sa Rapita haben wir einen Volltreffer gelandet. Abgesehen vom geöffneten Hotel gibt es hier einige ebenfalls geöffnete Restaurants, eine Bäckerei, einen kleinen Supermarkt und viele Möglichkeiten für Spaziergänge.

Mallorca im Winter: Sa Rapita. Foto: Beate Ziehres

Winterlicher Spätnachmittag in Sa Rapita.

Mallorca im Winter: Abendstimmung in Sa Rapita. Foto: Beate Ziehres

Abendstimmung in Sa Rapita.

Unweit von Sa Rapita bietet sich der wohl schönste Strand Mallorcas auch im Winter für einen Ausflug an: Es Trenc. Am traumhaften Naturstrand mit den Dünen verbringen wir einige Zeit – fast alleine. Laufen, den Wellen zuschauen, die auf dem Wasser glitzernde Sonne genießen, einfach da sein – so herrlich entspannt kann Es Trenc sein.

Mallorca, Strand von Es Trenc. Foto: Beate Ziehres

Im Winter ganz einsam: am wahrscheinlich schönsten Strand von Mallorca in Es Trenc.

#8: Mandelblüte auf Mallorca

Einige Millionen Mandelbäume sollen auf Mallorca wachsen – und natürlich auch blühen. Zwischen Mitte oder Ende Januar und Ende Februar bis Anfang März entfalten die weißen und rosafarbenen Knospen ihre ganze Blütenpracht. Der genaue Zeitpunkt ist natürlich wetterabhängig. Wir haben Anfang Januar schon die ersten Blüten gesehen.

Zur besten Zeit sind dann weite Teile der Insel mit einem Blütenteppich überzogen! Das Wetter kann im Februar schon wunderbar mild sein und ist so optimal für Rundtouren über die Insel. Viele Reiseveranstalter bieten Mallorca zur Mandelblüte auch pauschal an.

Mallorca im Winter: erste Mandelblüten Anfang Januar. Foto: Beate Ziehres

Erste Mandelblüten schon Anfang Januar.

#9: Feine mallorquinische Küche ohne Vorbestellung

Ein weiterer Vorzug des Reisens in der Nebensaison: Die Feinschmecker unter Ihnen bekommen im Winter auch in den besten Restaurants einen Platz ohne Vorbestellung. Und die mediterrane Küche mit viel Fisch, gegrilltem Gemüse und anderen Köstlichkeiten schmeckt im Winter genauso gut wie im Sommer.

Über die kulinarischen Spezialitäten Mallorcas hat Sandra von Tracks in the City in diesem Beitrag geschrieben. Auch bei Henrik von Fernweh-Koch dreht es sich – Nomen est Omen – um Essen auf Mallorca.

Sabine von Ferngeweht hat eine Woche im Winter auf Mallorca verbracht. Über Sabines Erfahrungen lesen Sie auf ihrem Blog Ferngeweht.

Alle Bilder, soweit nicht anders vermerkt: Beate Ziehres

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Impressionen aus 2019: Quer durch Europa bis nach Afrika https://www.reiselust-mag.de/impressionen-2019-europa/ Tue, 14 Jan 2020 13:49:13 +0000 https://www.reiselust-mag.de/?p=4207 Mein Reiserückblick 2019: Lesen Sie hier, was wir im vergangenen Jahr auf Reisen – unter anderem – gesehen und erlebt haben.

Der Beitrag Impressionen aus 2019: Quer durch Europa bis nach Afrika erschien zuerst auf Reiselust-Mag.

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Von Ustka an der polnischen Ostseeküste bis nach Tatouine in der tunesischen Sahara haben mich meine Reisen 2019 geführt. Doch keinesfalls geradewegs. Abstecher gab es nämlich unter anderem nach Portugal, Serbien, Mallorca, zu verschiedenen deutschen Inseln, in Städte und Regionen. Insgesamt habe ich im vergangenen Jahr 13 Mal die Koffer gepackt.

Mallorca

2019 hat schon gut angefangen – auf Mallorca. Die spanische Ferieninsel kann ich im Winter nur empfehlen. Es ist beschaulich und ruhig und den wohl schönsten Strand Mallorcas – Es Trenc – haben wir weitgehend für uns alleine. Auch am berüchtigten Ballermann und beim Bierkönig ist fast nichts los.

Mallorca, Strand von Es Trenc. Foto: Beate Ziehres

Im Winter ganz einsam: der wohl schönste Strand von Mallorca in Es Trenc.

Mallorca, Cala Mondrago. Foto: Beate Ziehres

Anfang Januar mit den Füßen im Wasser an der Cala Mondrago auf Mallorca.

Am ersten Sonntag des Jahres 2019 können wir an der Cala Mondrago die Nase in die wärmende Sonne strecken und die nackten Zehen ins Wasser halten. Genau eine Woche vorher gönnten wir uns dieses Vergnügen in Alcudia.

Obwohl ich schon mehrmals auf Mallorca war, entdecke ich während meiner ersten Winterreise auf die Insel unglaublich viel Neues: Die wilde Cala Mesquida gehört dazu, die Siedlung Capocorb Vell Talaiots aus dem 12. Jahrhundert vor Christus und die pittoresken Häfen im Südosten der Insel.

Mallorca, Cala Mesquida, Wellen. Foto: Beate Ziehres

Unruhige See an der Cala Mesquida auf Mallorca.

Mallorca: Ausgrabung Capocorb Vell Talaiots. Foto: Beate Ziehres

Ausgrabung Capocorb Vell Talaiots im Südwesten Mallorcas.

Mallorca, Hafen von Portopetro. Foto: Beate Ziehres

Hafen von Portopetro im Südosten Mallorcas.

Auf Mallorca ist es im Januar schon warm genug, um die Insel mit dem Motorrad zu erkunden. Von Hafen zu Hafen, von Bucht zu Bucht, über Berge und durch Täler auf kleinen und meist leeren Straßen – herrlich! Was kümmert es da, dass es in der Serra de Tramuntana schneit und in Valldemossa ein eisiger Wind pfeift.

Tunesien

Im Februar habe ich erstmals den afrikanischen Kontinent betreten. Meine Reise in den Süden Tunesiens startet in Tunis und führt mich bis in die Dünen der Sahara. Unvergessen bleibt die Nacht im Wüstencamp Zmela. Beatrice hat auf Reisezeilen über den Besuch im Camp Zmela, ihre Erfahrungen und über die Kälte in der Wüste geschrieben. Denn: Als wir morgens um 6 Uhr aufstehen, um den Sonnenaufgang zu sehen, schimmern Eiskristalle auf den Zelten!

Tunesien, Sahara, Wüstencamp Zmela im Morgengrauen. Foto: Beate Ziehres

Zelte im Camp Zmela im Morgengrauen. Vorne rechts auf dem Sand ist Raureif erkennbar, auf den Zeltdächern glitzern ebenfalls Eiskristalle.

Umso angenehmer sind die Temperaturen in den Oasen im Westen Tunesiens, in Nefta und Tozeur. Hier tauche ich ein ins unvergleichliche Flair der Altstadt, sehe die berühmten Dattelhaine und begebe mich auf die Spuren von Luke Skywalker. Die  Star Wars Drehorte zum Anfassen locken ganzjährig Fans in den Süden Tunesiens.

Star Wars Filmset Mos Espa in Tunesien.Star Wars Filmset Mos Espa in Tunesien.

Da die tunesischen Köstlichkeiten, die ich auf den Märkten in Tunis und Tataouine eingekauft habe, zur Neige gehen, werde ich Tunesien demnächst wieder ansteuern. Natürlich freue ich mich auch darauf, weitere Regionen und Städte dieses wunderschönen Landes kennenzulernen.

Ob es dekadent ist, – unter anderem – zum Einkaufen nach Tunesien zu fliegen? Ich finde nicht. Die tunesischen Landwirte produzieren mit viel Hingabe beispielsweise Oliven, Datteln und Zitrusfrüchte. Vieles geschieht noch in Handarbeit. Durch den Einkauf direkt auf dem Markt würdige ich die Arbeit der gastfreundlichen Menschen.

Essen in Tunesien: Markt in Tataouine

Markt in Tataouine, Tunesien

In diesem Jahr will ich neben Olivenöl und Harissa unbedingt Seifen aus Olivenöl kaufen. Außerdem brauche ich eine größere Handtasche. Und die traditionellen nordafrikanischen Babouches, in die ich mich im Februar 2019 schockverliebt habe, fehlen hoffentlich diesmal auf der Heimreise ebenfalls nicht im Gepäck ;-).

Portugal

Im März sind wir mit lieben Reiseblogger-Kollegen in Portugal. Die Reiseblogger-WG hat ihre Zelte in Vau bei Obidos, eine Stunde nördlich von Lissabon, aufgeschlagen. Wobei Zelte hier nur symbolisch gemeint sind. „Unser“ Anwesen verfügt über jeglichen Luxus wie einen großen Indoor-Pool, Sauna, Billiard, Kicker und einen Garten mit Schaukel, Sonnenterrasse und Teich. Ein kleines Paradies!

Ausflüge führen uns nach Peniche und Nazaré, zu den waghalsigen Kitesurfern bei der Lagune von Obidos, ins zauberhafte Obidos selbst und in die Klöster der Umgebung. Über die Klöster hat Gina auf 2onthego ausführlich berichtet. Die Fleißige hat  hier auch über Obidos und die Lagune von Obidos geschrieben.

Portugal, Innenhof des Klosters Alcobaca. Foto: Beate Ziehres

Innenhof des Klosters von Alcobaca, Portugal.

Außerdem entdecken wir auf dem Weg zum zauberhaft schönen Naturpark „Arrimal Parque Natural da Serras de Aire e Candeeiros“ eher zufällig die Saline von Rio Maior.

Portugal, Peniche, Festung am Meer. Foto: Beate Ziehres

Die Festung in Peniche, Portugal.

Nazaré, Portugal. Foto: Beate Ziehres

Historische Boote am Strand von Nazaré, Portugal.

Portugal: Kitesurfer auf der Lagune von Obidos. Foto: Beate Ziehres

Kitesurfer auf der Lagune von Obidos, Portugal.

Portugal, Landschaft im Parque Natural Arrimal

Traumgrundstück gefunden im Parque Natural Arrimal, Portugal.

Portugal: Obidos. Foto: Beate Ziehres

Obidos, Portugal.

Wolfenbüttel, Niedersachsen

Im Mai bin ich kurzentschlossen wieder in den Schoß der Reiseblogger-WG zurückgekehrt. Man trifft sich gewissermaßen vor meiner Haustür: in Wolfenbüttel. Auf Lessings und anderer Prominenter Spuren sind wir in der alten Fachwerkstadt unterwegs, schauen hinter die Mauern des Schlosses, in die Schränke der altehrwürdigen Herzog-August-Bibliothek, spielen Disc-Golf und testen ein paar Gaststätten. Schön wars in Wolfenbüttel, wie immer.

Taubertal, Baden-Württemberg

Meine Reise ins liebliche Taubertal war ein Fest für die Sinne: Weine, Obstbrände und Winzersekt fließen an der Weinstraße Taubertal in allen erdenklichen Farben und Geschmacksrichtungen. Und auch was das Essen angeht, hat die Region am nordöstlichsten Zipfel Baden-Württembergs einiges zu bieten.

Weinstraße Taubertal: Dieter Braun von der Edelobstbrennerei in Beckstein: gewaltige Auswahl an guten Tropfen. Foto: Beate Ziehres

Gewaltige Auswahl an guten Tropfen in der Edelobstbrennerei Braun.

Die sanften Hügel und die rebenbewachsenen Hänge schmeicheln dem Auge bei einer Radtour entlang der Tauber. Am Wegesrand warten kulturelle Highlights wie das märchenhafte Rothenburg ob der Tauber, Schloss Weikersheim, Creglingen mit seinem Riemenschneideraltar und Wertheim an der Mündung der Tauber in den Main.

Taubertal: Innenstadt von Wertheim – Beate Ziehres

Die Innenstadt von Wertheim.

Altmark, Sachsen-Anhalt

Sommer in der Altmark – und ich als Altmark-Blogger mittendrin statt nur dabei! Das Thema meiner dreitägigen Reise nach Stendal, Tangerhütte und Tangermünde sind die regionalen Produkte der Altmark. Ich esse mich sprichwörtlich durch die Region: Craftbeer, fantasievolle Brände, feine Schokolade, Kirschen, Äpfel, Spargel, Edelpilze, Bio-Rindfleisch und vieles mehr wächst und entsteht im äußersten Norden Sachsen-Anhalts.

Ich lerne Altmärker Menschen, Städte, Kultur, Küche und Produkte kennen, die mir im Gedächtnis bleiben. Und da die Altmark überhaupt nicht weit von meinem Zuhause entfernt ist, komme ich regelmäßig wieder, um mich an geschichtsträchtigen Hansestädten und der beschaulichen Landschaft zu freuen. Und natürlich, um köstliche Zutaten zum Kochen zu kaufen.

Altmark, Tangermünde: Auf der Langen Straße, im Hintergrund das Neustädter Tor. Foto: Beate Ziehres

Tangermünde Innenstadt: die Lange Straße mit dem Neustädter Tor im Hintergrund. Dazu passend ein historisches Tatra-Modell.

Altmark, Stendal: Giebel des Rathauses und die Türme der St. Marien Kirche. Foto: Beate Ziehres

Giebel des Rathauses und die Türme der St. Marien Kirche in Stendal.

Wangerooge, Niedersachsen

Noch eine Premiere: Im Juni bin ich erstmals auf einer ostfriesischen Insel. Ich feiere Mittsommer auf Wangerooge. Mit zwei Journalistenkollegen verbringe ich entspannte Tage zwischen Salzwiesen, Watt, Dünen und Strand. Umso schöner, dass am Mittsommertag tatsächlich ein dramatisches Lichtschauspiel über die Himmelsbühne geht.

Wangerooge Mittsommerhimmel – Foto: Beate Ziehres

Wangerooge, 0:22 in der Mittsommernacht …

Wir feiern die längsten Tage des Jahres mit einer abendlichen Wattwanderung bei Sonnenuntergang, einem Strandspaziergang, beim Schiffe und Leuchtfeuer gucken von der Strandpromenade aus und mit Wein im Strandkorb. Ein friesisches Sommermärchen!

Wangerooge: Katamarane im Abendlicht – Foto: Beate Ziehres

Katamarane im Abendlicht.

Wangerooge: Sonnenuntergangsstimmung im Watt – Foto: Beate Ziehres

Mittsommer: Sonnenuntergangsstimmung im Wattenmeer.

Schleswig-Holstein

Im Juli zieht es mich schon wieder in den Norden. Ich will eine weitere deutsche Insel erkunden, die noch in meiner Sammlung fehlt: Helgoland. Nach einer stürmischen Überfahrt mit zahlreichen Ausfällen unter den Passagieren entwickelt sich der Tag noch prima.

Auf dem Schiff nach Helgoland. Foto: Lena Ziehres

Stürmische Überfahrt nach Helgoland. Foto: Lena Ziehres

Im dramatisch vor der Felswand positionierten Ort gönnen wir uns ein warmes Mittagessen. Als wir uns schließlich, von neugierigen Basstölpeln umkreist, der Langen Anna nähern, bricht die Sonne durch die Wolken und legt ein warmes Nachmittagslicht auf Helgoland.

Helgoland, Lange Anna. Foto: Beate Ziehres

Die Lange Anna, das Wahrzeichen Helgolands.

Helgoland, Basstölpelkolonie: Foto: Beate Ziehres

Basstölpel-Kolonie auf Helgoland.

Der nächste Tag ist leider wieder in Nieselregen gehüllt. Deshalb erscheint mir Friedrichstadt – auch Venedig des Nordens genannt – eher als eine graue Stadt in Meeresnähe. Die Grachten können ihren Zauber an diesem Tag nicht so recht entfalten.

Friedrichstadt, Schleswig Holstein: Gracht. Foto: Beate Ziehres

Grachten prägen das Bild von Friedrichstadt.

Friedrichstadt, Schleswig-Holstein: Altstadt: Foto: Beate Ziehres

In der Altstadt von Friedrichstadt, Schleswig Holstein.

Und auch in Büsum ist mir der Wettergott nicht gewogen. Interessant ist der Ausflug trotzdem. Schließlich sieht man nicht alle Tage, wie die Möbel eines neuen Luxushotels durch die Fenster in die Zimmer geschafft werden. Beeindruckend ist auch das Verkehrschaos, das an diesem Tag rund um die Behelfszufahrt zum Hotel tobt.

Polen

Bis kurz vor dem Sommerurlaub haben wir mit uns gerungen: Wagen wir es nach dem Traumurlaub 2018 in Leba wieder, mit den Motorrädern an die polnische Ostsee zu fahren? Oder steuern wir lieber ein Ziel im Süden an? Wenige Tage vor dem Start glauben wir den Prognosen und buchen Zimmer in Polen.

Am Ende hat sich rausgestellt: Die Wetterpropheten waren zu optimistisch. Das schöne Wetter hält nur bis zu unserer ersten Station, dem sehr touristischen Pobierowo.

Sonne, Wolken am Strand von Pobierowo, Polen, Ostsee. Foto: Beate Ziehres

Da braut sich was zusammen am Horizont. Die Menschen am Strand von Pobierowo, Polen, nutzen die letzten Sonnenstunden.

Zentrum von Pobierowo, Polen. Foto: Beate Ziehres

Im Zentrum von Pobierowo an der polnischen Ostsee.

Pobierowo, Polen. Foto: Beate Ziehres

Abend auf der Promenade von Pobierowo.

Immerhin haben wir dieses Jahr genug Zeit, um den Stadtkern von Kolobrzeg (Kolberg) anzuschauen, bevor es weitergeht nach Ustka (Stolpmünde). Hier tauschen wir die Motorräder zum größten Erstaunen unserer Vermieter gegen gewöhnliche Räder, um die Stadt zu erkunden.

Polen, Kolobrzeg, Rathaus. Foto: Beate Ziehres

Das Rathaus von Kolobrzeg an der polnischen Ostsee.

Fischereihafen von Ustka, Polen. Foto: Beate Ziehres

Fischereihafen von Ustka an der Ostsee in Polen.

Seenland Oder-Spree, Brandenburg

Im September steht eine Bloggerreise ins Seenland Oder-Spree an. Mit einem individuellen Programm sind wir drei Tage zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) unterwegs. Wir wandern in der märkischen Schweiz, wandeln in Ihlow auf Wachtmeister Krauses Spuren, spazieren von Erkner nach Rüdersdorf und entdecken das malerische Oderbruch.

Seenland Oder-Spree, Märkische Schweiz, Ihlow, Dorfteich. Foto: Beate Ziehres

Dorfteich in Ihlow.

Wieder einmal essen wir uns durch einen Landstrich: Fisch, Wild, ein sensationeller Kürbissalat in Fürstenwalde und eine zünftige bayerische Brotzeit in Bad Saarow mit Blick auf den Scharmützelsee. Die Kirchen übertrumpfen sich gegenseitig mit Malereien im Inneren und Schloss Neuhardenberg bezaubert uns. Als Höhepunkt schließlich gepflegte Subkultur im Theater am Rand. Viel zu schnell geht die Zeit vorüber.

Oderbruch, Theater am Rand: Thomas Rühmann in "Kabakon". Foto: Beate Ziehres

Thomas Rühmann, Mitbegründer des Theaters am Rand, in „Kabakon“

Oberbruch, Neuhardenberg Schinkelkirche. Foto: Beate Ziehres

Die Schinkelkirche in Neuhardenberg, Oderbruch.

Serbien

Mein Bild von Serbien habe ich im Oktober erneuert. Und wie! Schon nach dem ersten Tag in Belgrad bin ich fasziniert von dieser Stadt am Zusammenfluss von Save und Donau. Belgrad gilt als das Tor zum Balkan. Hier steht das größte christliche Gotteshaus der Balkanhalbinsel, der Dom des Heiligen Sava; Und hier liegt das Zentrum der serbisch-orthodoxen Kirche.

Serbien: Gebäude der serbischen Nationalversammlung in Belgrad. Foto: Beate Ziehres

Über bunte Blumen hinweg gesehen: das Gebäude der serbischen Nationalversammlung in Belgrad.

Von Belgrad aus erkunde ich die Provinz Vojvodina, probiere Weine in den verträumten Hügeln der Fruška Gora und in der zentralserbischen Region Sumadija. Ein weiterer Ausflug führt mich in die atemberaubende Ovčar-Kablar Schlucht. Am Ufer des Flusses Zapadna Morava reihen sich mittelalterliche Klöster aneinander wie Perlen auf einer Schnur.

Serbien: Bootsfahrt in der Ovcar-Kablar Schlucht. Foto: Beate Ziehres

Berge und statt Meer ein Fluss: Bootsfahrt in der Ovcar-Kablar Schlucht.

Für mich steht fest: Nach Serbien muss ich noch einmal kommen. Vielleicht werde ich Berge, Täler und verschlafene Badeorte mit dem Motorrad erkunden. Mal sehen …

Leipzig, Sachsen

Die Reisemesse Tourismus Caravaning (TC) Leipzig hat mich in diesem November wieder in die sächsische Metropole geführt. Nach getaner Arbeit lockt mich herrlicher Sonnenschein auf ein paar Friedhöfe und zum Völkerschlachtdenkmal.

Leipzig, Sachsen: auf dem alten Johannisfriedhof. Foto: Beate Ziehres

Herbststimmung auf dem alten Johnannisfriedhof in Leipzig.

Das Völkerschlachtdenkmal ist wirklich beeindruckend und ich weiß nicht, warum ich es bei meinen Besuchen in Leipzig bisher immer ignoriert habe. Wahrscheinlich liegt es an meiner Abneigung gegenüber Denkmälern. Ich werde diese Sehenswürdigkeit demnächst hier genauer vorstellen.

Leipzig, Völkerschlachtdenkmal. Foto: Beate Ziehres

Völkerschlachtdenkmal.

Vorpommern und Rügen

In Stralsund und auf Rügen klingen für mich das Reisejahr und das Jahr 2019 aus. Die Ostseeküste fasziniert mich zu jeder Jahreszeit. Und nachdem wir dieses Jahr mit einer Tradition gebrochen haben und Rügen im Sommer ausgelassen haben, wurde es jetzt höchste Zeit für Vorpommern.

Rügen, Mecklenburg-Vorpommern: Am Strand von Prora, Binz. Foto: Beate Ziehres

Am Strand von Prora bei Binz, Insel Rügen.

Es ist einfach herrlich, am Neujahrstag einen Spaziergang am Wasser zu machen. Der kalte Wind pustet den Kopf frei und macht Platz für neue Ideen und Gedanken. So schmiede ich hier auf der Halbinsel Devin schon neue Reisepläne für 2020. Ich werde in diesem Jahr auf jeden Fall nach Wien fahren und den Spreewald erkunden. Für Mittsommer sind wir auf dem Darß verabredet. Die Karibik könnte dabei sein, Afrika ruft und das Baltikum sowieso. Ich bin gespannt!

Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, Halbinsel Devin. Foto: Beate Ziehres

Winternachmittag auf der Halbinsel Devin, Stralsund.

Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, Strand von Devin. Foto: Beate Ziehres

Am Strand von Devin. Im Hintergrund Stralsund mit der MV-Werft.

Mit diesem Jahresrückblick beteilige ich mich an der Blogparade #ReiHigh2019 auf Reisewut.com. Hier lohnt sich zum einen ein Blick auf Andreas’ Rückblick mit traumhaften Bildern von den Lofoten, Jordanien und der Tulpenblüte in Holland. Zum anderen beteiligen sich hier ungezählte Blogger mit ihren ganz persönlichen Reisehighlights 2019.

Meine Lieblingsreiserückblicke sind

  • der Beitrag von Anita auf Anita auf Reisen;
  • der entsprechende Post von Marion auf Escape from Reality; Marion war in meiner Heimat Churfranken unterwegs und wir haben uns in Serbien und Leipzig getroffen. Außerdem berichtet sie hier von ihrer Reise nach Ladakh;
  • die Reise-Highlights von Thomas auf Reisen Fotografie Blog.

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Alcúdia auf Mallorca im Winter: das Wetter, 5 Sehenswürdigkeiten und 18 Tipps https://www.reiselust-mag.de/alcudia-mallorca-winter-wetter-5-sehenswuerdigkeiten-18-tipps/ https://www.reiselust-mag.de/alcudia-mallorca-winter-wetter-5-sehenswuerdigkeiten-18-tipps/#comments Thu, 17 Jan 2019 22:44:11 +0000 https://www.reiselust-mag.de/?p=3022 Alcúdia auf Mallorca ist auch im Winter eine Reise wert. Wir stellen Sehenswürdigkeiten vor, die auch im Dezember und Januar geöffnet sind und geben viele Tipps für Ausflüge und zum Packen.

Der Beitrag Alcúdia auf Mallorca im Winter: das Wetter, 5 Sehenswürdigkeiten und 18 Tipps erschien zuerst auf Reiselust-Mag.

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Sollen wir über Silvester und Neujahr nach Alcúdia reisen? Wie ist das Wetter im Norden Mallorcas im Winter? Werde ich schrecklich frieren? Fragen, die mir niemand beantworten konnte und die mir die Entscheidung schwer gemacht haben. Den Ausschlag gaben schließlich die Sehenswürdigkeiten, die Alcúdia zu bieten hat. Und die Ausflugsmöglichkeiten, beispielsweise in die nahe Serra de Tramuntana.

Das Wetter im Winter in Alcúdia

Hier kommt nun meine ungeschönte Antwort auf die Frage nach dem Winterwetter in Alcúdia: Wir haben herrliche Stunden in der wärmenden Sonne verbracht. Auf einer der Terrassen des gemieteten Ferienhauses, am Strand und in Straßencafés.

Mallorca, Alcúdia: Frühstücksplatz auf der Terrasse – Foto: Beate Ziehres

Frühstücksplatz auf der Terrasse – Foto: Beate Ziehres

Aber ich habe auch gefroren wie ein Schneider und mir einen Schnupfen geholt. Das lag wohl daran, dass ich den Temperaturabfall im Schatten, den Wind und die hohe Luftfeuchtigkeit unterschätzt und die Haustechnik des gemieteten Ferienhauses überschätzt hatte.

Von den warmen Sonnenstrahlen beim Frühstück auf der Terrasse habe ich mich verleiten lassen, mit dünnem Pulli und Daunenweste das Haus zu verlassen. Bei 15 Grad Mittagstemperatur sollte das reichen, meint man. Doch im Schatten und mit sinkender Sonne wird es schnell sehr frisch – sogar von Frost in den Morgenstunden hörten wir am zweiten Tag des neuen Jahres.

Wintergerechte Ausstattung von Ferienhäusern auf Mallorca

Da ich schon gelesen hatte, dass es kalt werden kann auf Mallorca, hatte ich eine Unterkunft mit Kamin ausgesucht. Denn zuhause ist an kalten Tagen die Stelle vor dem Ofen mein liebster Platz. Und so habe ich es mir auch für den Urlaub vorgestellt. Bei der Ankunft stellte ich jedoch fest, dass ich die Bilder hätte genauer anschauen sollen.

Alcudia, Mallorca: Schöner Kamin! – Foto: Beate Ziehres

Schöner Kamin! – Foto: Beate Ziehres

In diesem Kamin hat wahrscheinlich niemals ein Feuer gebrannt und daran sollte sich auch nichts ändern – schließlich hatte das Haus im Herbst einen neuen Innenanstrich erhalten. Ob mit der Angabe „Kamin“ in der Beschreibung der Außenkamin gemeint war?

Alcudia, Mallorca: Koch- und Essmöglichkeit am Pool – Foto: Beate Ziehres

Koch- und Essmöglichkeit am Pool – Foto: Beate Ziehres

Leider war das elektrische System des Hauses auch nicht für die gleichzeitige Benutzung von Klimaanlage, Heizlüfter und Kochfeld ausgelegt. Ich will jedoch nicht sagen, dass man sich nicht um unser Wohlergehen bemüht hätte: Die warmen Decken und die Bettwäsche waren total kuschelig! So konnten wir die Tage in Alcúdia gut ausgeschlafen genießen.

5 Sehenswürdigkeiten in Alcúdia

Auch im Winter kann man im Norden von Mallorca viel unternehmen, so viel, dass wir in einer Woche nicht alles geschafft haben. Die ersten beiden Tage auf der Insel haben wir Alcúdia gewidmet. Denn die knapp über 60 Kilometer vom Flughafen waren dank winterlich ruhiger Verkehrslage schnell geschafft.

Sehenswürdigkeit #1: Altstadt von Alcúdia

Man geht davon aus, dass Alcúdia die älteste Siedlung Mallorcas ist. Die eigentlichen Wurzeln der Stadt liegen heute vor den Toren der mittelalterlichen Stadtmauer. Archäologen datieren die ältesten Funde auf den Zeitraum um 2000 vor Christus. Aus den Jahrhunderten vor der Landung der Römer in der Bucht von Alcúdia im Jahr 123 v. Chr. sind einige Großbauten erhalten. Sie wurden von den frühen Siedlern auf Mallorca errichtet.

Die Altstadt Alcúdias ist von einer Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert fast völlig umschlossen. Im Stadtkern mit den kleinen, stillen Gassen sieht es aus, als sei die Zeit stehengeblieben.

In den Gassen der Altstadt von Alcudia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

In den Gassen der Altstadt von Alcúdia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Betagte Mallorquinerinnen schieben ihren Rollator durch eine hübsche Allee aus Topfpflanzen. Hin und wieder halten sie an, um ein Schwätzchen mit den Nachbarn zu machen. Selbst wer der katalanischen Sprache mächtig ist, versteht kein Wort: Die Einheimischen benutzen den mallorquinischen Dialekt. Und: Die Fußgänger sind in diesen schmalen Gassen meist unter sich.

Alcudia, Mallorca: Ein Teil der Gassen in der Altstadt ist für Fußgänger reserviert – Foto: Beate Ziehres

Alcúdia, Mallorca: Ein Teil der Gassen in der Altstadt ist für Fußgänger reserviert – Foto: Beate Ziehres

Sehenswürdigkeit #2: Stadtmauer von Alcúdia

Die Stadtmauer, mit deren Bau im Jahr 1298 begonnen wurde, prägt das Bild von Alcúdia heute noch. Nach 64 Jahren Bauzeit schloss man die Arbeiten erst einmal ab. Doch in den kommenden Jahrhunderten zeigte sich, dass die Wehranlage noch nicht perfekt war. Immer wieder war die Stadt Angriffen ausgesetzt. Deshalb wurde die Mauer mehrmals verstärkt.

Die mittelalterliche Stadtmauer von Alcúdia, Mallorca – Foto. Beate Ziehres

Die mittelalterliche Stadtmauer von Alcúdia, Mallorca – Foto. Beate Ziehres

Heute ist ein Teil der Stadtmauer begehbar. Wer hier hochklettert, wird mit einem wunderschönen Ausblick über die Dächer der Stadt bis hin zu den Buchten von Alcúdia und Pollenca belohnt.

Sehenswürdigkeit #3: Ausgrabungen der römischen Stadt Pollentia

Im Jahr 70 v. Chr. haben die Römer Pollentia gegründet und zur Hauptstadt der besetzten Insel gemacht. Es gab Tempel, Handwerksbetriebe, Wohnhäuser und einen Hafen. Die Häuser an den rechtwinkelig angelegten Straßen hatten Innenhöfe, Bäder, Leitungssysteme für Frisch- und Abwasser und waren teilweise mit Mosaiken und Säulen ausgestattet.

Die Ruinen der Stadt wurden im 16. und 17. Jahrhundert entdeckt, systematische Ausgrabungen gibt es allerdings erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Drei Teilbereiche wurden bisher freigelegt:

  • die nördliche antike Altstadt (Sa Portella) in direkter Nachbarschaft der Kirche Sant Jaume,
  • das römische Forum als Zentrum des alten Pollentia,
  • das rund 400 Meter südöstlich gelegene Theater der altrömischen Stadt;

Der Eingang zu den Grabungsstätten liegt gegenüber der Kirche Sant Jaume.

Öffnungszeiten im Winter:Montag bis Freitag von 9.30 bis 15.30; samstags, sonntags und an Feiertagen geschlossen.

Sant Jaume in einer Lücke der Stadtmauer von Alcúdia – Foto: Beate Ziehres

Sant Jaume in einer Lücke der Stadtmauer von Alcúdia – Foto: Beate Ziehres

Sehenswürdigkeit #4: Kirche Sant Jaume

Gewissermaßen in die Stadtmauer Alcúdias wurde die Pfarrkirche Sant Jaume erbaut. Sie entstand Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil, nachdem das Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert, das hier vorher stand, eingestürzt war. Der Kirchplatz mit dem alten Brunnen hat eine angenehme Atmosphäre und bietet sich für eine kleine Verschnaufpause an.

Kirche Sant Jaume in Alcúdia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Kirche Sant Jaume in Alcúdia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Kirchhof von Sant Jaume in der Altstadt von Alcúdia, Mallorca – Foto Beate Ziehres

Kirchhof von Sant Jaume in der Altstadt von Alcúdia, Mallorca – Foto Beate Ziehres

Sehenswürdigkeit #5: Bucht, Strand und Hafen Port d’Alcúdia

Direkt am Wasser, an der Bucht von Alcúdia, liegt der Ortsteil Port d’Alcúdia. Hier dreht sich alles um das Vergnügen im und am Meer. Wassersport, insbesondere das Segeln, wird hier in jeglicher Form ausgeübt. Der Yachthafen bietet mehreren hundert Sportbooten Liegeplätze und auch Ausflugsboote haben in Alcúdia ihren Heimathafen.

Vom kleinen Spaßboot bis zum Ausflugsdampfer macht in Alcúdia alles fest – Foto: Beate Ziehres

Vom kleinen Spaßboot bis zum Ausflugsdampfer macht in Alcúdia alles fest – Foto: Beate Ziehres

Der 25 Kilometer lange, feinsandige Strand ist ein weiterer Grund für die Beliebtheit des Ortes. So liegen die Hotels wie Perlen auf einer Schnur in mehreren Reihen entlang des Wassersaums. Im Winter sind hier allerdings nur die Bauarbeiter zugange, die alles wieder schön machen für die Sommersaison oder neue Kapazitäten schaffen.

Dennoch: Das Wasser ist dem Vernehmen nach gar nicht so kalt. Sagen die Männer, die es direkt ausprobiert haben.

Geht doch! Ende Dezember mit den Füßen im Wasser der Bucht von Alcudia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Geht doch! Ende Dezember mit den Füßen im Wasser der Bucht von Alcúdia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Am Strand von Alcúdia auf Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Am Strand von Alcúdia auf Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Am Hafen jedoch sind einige Bars, Bistros und Cafés offen, die die Gäste mit frisch gepressten vitaminreichen Säften versorgen. Auch in den Restaurants herrscht am späten Nachmittag reger Betrieb.

3 Tipps: Was man sonst noch machen kann in Alcudia

Tipp #1: Besuch auf dem Markt in Alcúdia

Jeden Dienstag und jeden Sonntag bauen die Händler ihre Stände vor den Toren der Altstadt auf: Markttag in Alcúdia. Sie finden den Wochenmarkt im Winter südlich des Tores Porta de Moll auf der Plaça Charles V, dem Passeig Mare de Déu de la Victòria  und dem Passeig Pere Ventayol. Neben Handtaschen, Schals und anderen Textilien werden wunderbarer Käse sowie frisches Gemüse und Obst verkauft. Der Markt schließt gegen 14 Uhr.

Tipp #2: Spaziergang an der Bucht von Pollença

Von unserem Ferienhaus war es nur ein kurzer Spaziergang zur Bucht von Pollença. Deshalb haben wir uns direkt nach der Ankunft auf den Weg gemacht, um das Meer zu sehen. Am Wassersaum wechseln sich Felsen und Steine mit Sandstrand ab – auch im Winter ein Vergnügen!

An der Bucht von Pollenca, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

An der Bucht von Pollenca, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Mallorca: Spaziergang in Meeresnähe – Foto: Beate Ziehres

Mallorca: Spaziergang in Meeresnähe – Foto: Beate Ziehres

Tipp #3: Besichtigung des Friedhofs Alcúdia und der St.-Anna-Kirche

Auf dem Weg von der Ausgrabungsstätte der altrömischen Stadt Pollentia nach Port d’Alcúdia erblickte mein geschultes Auge an der Carretera Cementiri den Friedhof von Alcúdia. Meine Familie weiß schon: Da hilft kein Singen und kein Beten. Ich lasse keinen Friedhof aus – es sei denn, man verlangt umgerechnet 8 Euro Eintritt pro Person und eine Mietlimousine ist erforderlich, um sich das Gelände zu erschließen. Ansonsten  gucke ich zu gerne, auf welche Art und Weise sich die Menschen an meinem Urlaubsort an ihre Vorfahren und Angehörigen erinnern.

Auf dem Friedhof von Alcúdia, Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Auf dem Friedhof von Alcúdia – Foto: Beate Ziehres

Alcúdia,Mallorca: Impression vom Friedhof – Beate Ziehres

Alcúdia,Mallorca: Impression vom Friedhof – Beate Ziehres

Gegenüber vom Friedhofseingang entdeckten wir die kleine St.-Anna-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Dokumentiert ist jedoch, dass hier bereits zu römischen Zeiten ein Gotteshaus stand. Interessanterweise finden sich zwischen den ersten, römischen Fundamenten und dem heutigen Bauwerk auch islamische Relikte.

Die Kirche Sant Anna in Alcúdia – Foto: Beate Ziehres

Die Kirche Sant Anna in Alcúdia – Foto: Beate Ziehres

10 Tipps für Ausflüge in die Umgebung von Alcúdia:

  • Cap Formentor
  • Serra de Tramuntana
  • Valldemossa (Link zum Beitrag der Reisebloggerin Gudrun)
  • Soller
  • Sa Calobra
  • Palma de Mallorca
  • Höhlen von Artà
  • Burg in Capdepera
  • Cala Mesquida
  • Feuchtgebiet S`Albufera

5 Tipps für den Winter auf Mallorca

#1 Das Richtige einpacken: Warme Schuhe, dicke Pullover, lange Unterhosen und Daunenjacken sind im Winter auf Mallorca nicht verkehrt. Warme Hausschuhe sind ein Muss! Ich habe an manchen Tagen außerdem Mütze, Schal und Handschuhe vermisst. Meinen kuscheligen Schlafanzug habe ich indessen nicht benötigt. Die Betten waren in allen Unterkünften warm genug.

#2 Bei der Buchung eines Ferienhauses genau hinschauen: Nicht überall, wo Kamin dransteht, ist Kamin drin. Die Häuser werden meist mit Klimaanlagen oder Elektroheizern geheizt. Auch Gasheizer sind üblich. Die Böden sind mit Steinplatten oder Fliesen belegt und entsprechend kalt!

#3 Ein Hotelzimmer in Betracht ziehen: Wir hatten in der zweiten Woche ein Hotelzimmer gebucht und dies als sehr angenehm empfunden. Auf dem Südost-Balkon genossen wir die warme Vormittagssonne, das Zimmer ließ sich leichter warm halten und aus der Dusche kam heißes Wasser ohne Ende.

#4 Anreisetag mit Bedacht auswählen: Wer nicht reist, wenn alle reisen, hat Vorteile. Nicht nur die Flugpreise sind günstiger. In unserem Fall – wir sind am 29. Dezember angereist – begann das große Drängeln vor dem Flughafen am Shuttlebus zur Autovermietung. Endlich dort angekommen, warteten wir ungefähr 4 Stunden, bis wir den gebuchten Mietwagen bekamen. Mit Beginn der zweiten Woche Urlaubswoche wechselten wir auch den Wagen und siehe da: Die Wartezeit betrug etwa 10 Minuten. Vor uns war lediglich ein anderer Kunde.

Wartende vor der Autovermietung in Palma de Mallorca – Foto: Beate Ziehres

Wartende vor der Autovermietung in Palma de Mallorca – Foto: Beate Ziehres

#5 Schnupfen mit einheimischen Mitteln bekämpfen: Frisch gepresster Orangensaft ist auf Mallorca überall in großen Mengen erhältlich. Bei der Bekämpfung von Schnupfen und Erkältung hat der Saft bei mir wahre Wunder gewirkt. Und er schmeckt!

Lesetipp: 24 Stunden in Palma de Mallorca – im Winter auf der Deutschen liebster Ferieninsel: Das ist das Thema eines Blogbeitrags von Monique und Sven auf Teilzeitreisender.de

Lesetipp: Der Winter ist auch eine hervorragende Zeit, um sich durch die Küchen und Backstuben Mallorcas zu futtern. Zur Vorbereitung empfehle ich den Post Food Guide: 6 kulinarische Spezialitäten aus Mallorca von Sandra auf Tracks in the City.

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5 Reisetipps für Fuerteventura: Wir zeigen Ihnen die schönsten Stellen der Insel https://www.reiselust-mag.de/5-reisetipps-fuer-fuerteventura-wir-zeigen-ihnen-die-schoensten-stellen-der-insel/ https://www.reiselust-mag.de/5-reisetipps-fuer-fuerteventura-wir-zeigen-ihnen-die-schoensten-stellen-der-insel/#comments Tue, 21 Mar 2017 19:26:48 +0000 http://www.reiselust-mag.de/?p=1242 Fuerteventura hat mehr zu bieten als weiße und schwarze Strände. Entdecken Sie gemeinsam mit Bloggerin Lena Ziehres die zweitgrößte der Kanarischen Inseln.

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Die Kanaren sind auch als Inseln des ewigen Frühlings bekannt – und das nicht ohne Grund. Als wir im März genug von frostigem Wind und kaltem Regen hatten, haben wir kurzerhand unsere Badesachen eingepackt und sind nach Fuerteventura in die Sonne geflohen. Hauptsächlich haben wir uns aufgrund der langen Sandstrände für Fuerteventura entschieden, doch die Insel hat noch so viel mehr zu bieten.

#1: Auf den Spuren der Piraten über Fuerteventura

Ajuy ist ein kleines Fischerdorf an der Westküste Fuerteventuras. Im 15. Jahrhundert soll dieser Ort regelmäßig von Piraten angegriffen und geplündert worden sein. Aus diesem Grund wird der tiefschwarze Vulkansandstrand auch Playa de los Muertos, also Strand der Toten, genannt.

Das Fischerdorf Ajuy auf Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Das Fischerdorf Ajuy auf Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Von diesem Strand führt ein Weg mit einer wunderbaren Aussicht über die Bucht an den Klippen entlang zu den Piratenhöhlen. Heute ist das Örtchen jedoch eher ruhig und romantisch. Die einzige Gefahr geht von den reißenden Wellen des Atlantiks und den Strömungen im Wasser aus – vom Baden haben wir daher sicherheitshalber abgesehen.

Playa de los Muertos, Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Playa de los Muertos, Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Dafür laden die schnuckeligen Lokale zum Verweilen an. Es soll dort guten Fisch geben.

#2: Die endlosen weißen Sandstrände Fuerteventuras

Zum Baden bieten sich die endlosen weißen Sandstrände der Ostküste an. Im Süden befinden sich die touristisch gut erschlossenen Orte Costa Calma und Morro Jable, die jeweils über weite Strände mit ruhigem, strahlend blauen Wasser verfügen.

Morro Jable, Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Morro Jable, Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Einem entspannten Strandtag oder einem ausgiebigen Spaziergang am Meer steht hier nichts im Wege. Hier sind überwiegend deutsche Urlauber anzutreffen.

Im Norden befindet sich der Parque Natural de Corralejo, der definitiv einen Besuch verdient hat. Dort gibt es strahlend weiße Dünen und glasklares Wasser. Am Strand kommt Karibik-Feeling auf, während man beim Wandern durch die sich stets verändernden Dünen das Gefühl hat, mitten in der Wüste gelandet zu sein.

Parque Natural de Corralejo, Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Parque Natural de Corralejo, Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

#3: Ausflug an die Südspitze Fuerteventuras

Während ein Großteil der Insel auf geführten Minibus-Touren erkundet werden kann, benötigt man für einen Ausflug an die Südspitze Fuerteventuras ein geländegängigeres Fahrzeug. Wir waren mit einem kleinen Ford Ka unterwegs und ich habe mir den ganzen Tag gewünscht, wir hätten ein wenig mehr Geld für einen Geländewagen ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht einmal, dass die Versicherung des Kleinwagens im Schadensfall auf unbefestigter Straße nicht gegriffen hätte. Denn ab Morro Jable in Richtung Süden wird die Straße zu einer kurvigen und staubigen Huckelpiste.

Straßenverhältnisse an der Südspitze Fuerteventuras – Foto: Lena Ziehres

Straßenverhältnisse an der Südspitze Fuerteventuras – Foto: Lena Ziehres

Doch der Ausflug lohnt in jedem Fall. An der Südspitze befindet sich der Faro de Jandía, ein Leuchtturm, auf felsigem Terrain. Links und rechts schlagen die Wellen an Land.

Leuchtturm an der Südspitze Fuerteventuras– Foto: Lena Ziehres

Leuchtturm an der Südspitze Fuerteventuras– Foto: Lena Ziehres

Auf Grund unseres ungeeigneten Fahrzeugs haben wir den Abstecher nach Cofete nicht gewagt, er scheint jedoch sehr empfehlenswert zu sein. Man sagt, der Strand habe etwas Mysteriöses, er ist völlig menschenleer und naturbelassen, aber wunderschön. In der Nähe von Cofete befindet sich zudem die geheimnisumwobene Villa Winter, das angebliche Feriendomizil eines deutschen Generals.

Impression von der Südspitze Fuerteventuras– Foto: Lena Ziehres

Impression von der Südspitze Fuerteventuras– Foto: Lena Ziehres

#4: Betancuria, die ehemalige Hauptstadt Fuerteventuras

Von Bergen umgeben liegt die ehemalige Hauptstadt Betancuria in einem Tal. Der historische Ort gilt als die schönste Stadt auf Fuerteventura. Bei unserem Besuch erkennt man schnell warum. Die vielen weißen Häuser und hübschen Gassen prägen das Ortsbild ebenso wie die Kirche Santa Maria.

Betancuria, die ehemalige Hauptstadt Fuerteventuras – Foto: Lena Ziehres

Betancuria, die ehemalige Hauptstadt Fuerteventuras – Foto: Lena Ziehres

Um die Stadt herum ist es im Vergleich zu anderen Teilen der Insel sehr grün, was der Stadt zusätzlich ein besonderes Flair gibt.

Fuerteventura einmal anders: grüne Landschaft um Betancuria – Foto: Lena Ziehres

Fuerteventura einmal anders: grüne Landschaft um Betancuria – Foto: Lena Ziehres

In Betancuria gibt es zahlreiche Restaurants, ein paar Museen und Souvenirshops, in denen nicht nur die klassischen Andenken, sondern auch kanarische Spezialitäten wie Ziegenkäse verkauft werden. Apropos kanarische Spezialitäten – außer dem vorzüglichen Ziegenkäse, der ganz anders als der deutsche ist, sollten Sie sich auch sogenannte papas arrugadas, also schrumpelige Kartoffeln, mit mojo, einer pikanten roten Soße, nicht entgehen lassen.

Oberhalb der Stadt befindet sich der Aussichtspunkt Mirador de Morro Velosa, von dem man weit über die Insel und das Meer blicken kann.

#5: Die heutige Hauptstadt Fuerteventuras

1860 wurde Puerto del Rosario zur Inselhauptstadt ernannt und ist es bis heute. In der Stadt gibt es einen großen Hafen und viele historische Gebäude. Einkaufspassagen und kleine Läden laden zum Stadtbummel ein, während Parkanlagen sich für eine kleine Verschnaufpause anbieten.

Von Februar bis Anfang März lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt ganz besonders, denn dann ist Karnevalszeit! Die Bewohner der Kanaren lieben es, Karneval zu feiern und tun dies gerne ausgiebig und aufwendig. Je verrückter die Kostüme und Umzugswagen sind, desto besser. Zwar hat jeder Ort auf Fuerteventura seine eigenen Feierlichkeiten zu diesem Anlass, in Puerto del Rosario ist jedoch am meisten los.

Extratipp: Aloe Vera Plantage

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist ein Besuch einer Aloe Vera Plantage, beispielsweise der Finca Canarias Aloe Vera. Dort haben wir viel Interessantes über die Pflanze erfahren. Außerdem dürfen sämtliche vor Ort hergestellte Aloe-Produkte getestet werden.

Aloe Vera Plantage auf Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Aloe Vera Plantage auf Fuerteventura – Foto: Lena Ziehres

Lesetipp: Zu den Kanaren zählt auch die kleine Insel El Hierro, über die Andrea Lammert von indigoblau.de schreibt.

Gina und Markus von 2 on the go haben 5 Tipps für Ausflüge und Sehenswürdigkeiten im Norden Fuerteventuras zusammengestellt. Hier ist ihr Bericht.

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